Samstag, 14. Januar 2017

[REZENSION] Paul Finch "Das Gespenst von Killingly Hall"


Paul Finch
"Das Gespenst von Killingly Hall"
Verlag: Piper
Preis: 9,00 € (Taschenbuch)
           8,99 € (e-Book)
Erscheinungstermin: 08. Oktober 2016

Dies ist eine Kurzgeschichten Sammlung von gruseligen Schauergeschichten, insgesamt 5 Stück sind darin enthalten.
Das Buch hat zwar den Zusatz "und andere weihnachtliche Schauergeschichten", allerdings finde ich, dass man diese durchaus auch zu anderen Jahreszeiten und nicht zwingend zur Weihnachtszeit lesen kann. Die Geschichten spielen nur zum Teil am Heiligabend, aber überwiegend in der Winterzeit und teils mit weihnachtlichen Bezug.

In "Die Weihnachtsgeschenke" geht es um ein Diebespaar, das in einer Wohnung in der sie einbrechen ein grausiges Weihnachtswunder erleben. 
Die Geschichte hat mir als Auftakt schon einmal gut gefallen, sehr schaurig.

In "Mitternachtsgottesdienst" geht es um einen Mann, der mit einem Bus aufgrund des Wetters auf dem Weg der Weihnachtsfeiertage zur Familie in einer Kleinstadt strandet und Unterschlupf in einem Gotteshaus findet. Als Gegenleistung für die Nacht in einem Bett wird er gebeten an dem Weihnachtstheaterstück für Waisenkinder teilzunehmen, dieses findet in der Mitternachtsmesse statt.
Ein wenig schwächer als die erste Geschichte, allerdings interessante Idee.

In "Das verzauberte Haus" strandet ein Vater mit seiner Tochter mitten im nirgendwo und kann bei dem Wetter nicht mehr weiterfahren. Sie klopfen an der Tür einer Dame, die Sie herzlich aufnimmt.
Eine eher schwache Geschichte, bei dem man den Grusel erst in den letzten Sätzen merkt. Allerdings eine interessante Wendung der Geschichte mit der man nicht gerechnet hat.

In "Die Mummenschanz-Spieler" veranstaltet ein Mann für seine Kollegen eine Weihnachtsfeier in einem Bekannten Gruselhaus. Er will sich rächen und um Mitternacht wenn die blutigen Mummenschanzspieler auftauchen seine verhassten Kollegen opfern.
Leider der schwächste Teil in diesem Buch. Hier habe ich mich so gar nicht gegruselt. Die Idee war aber in Ordnung.

In "Das Gespenst von Killingly Hall" werden zwei Agenten von einem Hollywoodstar engagiert, um auf seine Familie aufzupassen und einer angeblichen Gespenstergeschichte nachzugehen. In Killingly Hall, das der Hollywoodstar kürzlich erstanden hat, soll eine Gespenst umgehen, das Kinder frisst.
Dies ist mit über 100 Seiten im Gegensatz zu den anderen Kurzgeschichten (20-30 Seiten) die längste und somit interessanteste Geschichte, da sie mehr in die Tiefe gehen kann. Daher hat sie mir auch am besten gefallen. Da es in zwei Zeitebenen zusammen mit einer richtig klassischen Gruselgeschichte spielt, ist diese interessant aufgebaut. Der Gruselfaktor ist also vorhanden.

Die Geschichtensammlung mag natürlich nichts für eingefleischte Horrorfans sein, dazu sind die doch ein wenig schwach ausgeprägt. Aber alle die in der dunklen Jahreszeit einen leichten Gruselfaktor verspüren wollen mögen hier sicherlich gut bedient sein.
Für mich fehlte vor allem bei den kürzeren Geschichten noch ein wenig was zum gruseln ansonsten sehr gelungen - und wie gesagt nicht nur zur Weihnachtszeit, obwohl dies natürlich auch gerade dann eine willkommene Abwechslungen zu all den heiteren, romantischen und üblichen Weihnachts- und winterlektüren bietet.


Danke an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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