Samstag, 14. Januar 2017

[REZENSION] Andreas Eschbach "Teufelsgold"


Andreas Eschbach
"Teufelsgold"
Verlag: Lübbe
Preis: 22,90 € (gebunden)
           16,99 € (e-Book)
Erscheinungsdatum: 09.September 2016

Im Mittelalter suchten ehrgeizige Adelige und Alchemisten nach den Stein der Weisen um mit seiner Hilfe Gold selber herzustellen und die Unsterblichkeit zu erlangen. Doch der Stein bringt Unglück und Tod. Das Gold ist des Teufels und hat eine tödliche Strahlung.
Jahrhunderte später fällt Hendrik Busske in einem Antiquariat in Wien ein altes Buch über eben diese Geschichte in die Hände. Er nimmt es einfach mit und fortan lässt es ihn nicht mehr los. Sein eigener Ehrgeiz steigt und steigt, er macht sich selbständig mit seinen Vorträgen wie man reich wird und schließlich gelangt er an einen geheimnisvollen Schlossbesitzer, der wie er an dieser Geschichte interessiert ist. Die beiden schließen einen Pakt und Hendrik stößt auf immer mehr Teile der Geschichte und immer mehr seltsame Vorkommnisse...

Eine spannende Geschichte und guter Grundgedanke. Die Geschichte wird in der Gegenwart erzählt und immer wieder von den mittelalterlichen Parts, den diversen Geschichtsfetzen, die Hendrik findet oder zu lesen bekommt unterbrochen. Das ganze lässt den Leser an der Geschichte dran bleiben und immer weiterlesen, den man will wissen, was es mit den geheimnisvollen Mysterien auf sich hat und dem Stein der Weisen sowie der Unsterblichkeit....

Allerdings ist es auch das einzige, was einen an das Buch bindet. Ansonsten war ich nämlich extrem enttäuscht.
Vorallem aufgrund des Hauptcharakters Hendrik Busske... Ich hatte schon lange keinen Buchcharakter mehr, der mir so extrem unsympathisch war! Der Kerl geht fremd ohne Ende, ist sowas von eingebildet und auf sich fixiert, dass er nicht einmal merkt, wie es den Leuten um sich herum geht. Seiner Frau macht er Vorwürfe für eine Sache, für die sie nichts kann, unter der sie über all die Jahre gelitten hat und er der eigentlich dasselbe getan hat, Machtverhältnisse Vorwürfe, schreit sie an und schmeißt sie und die Tochter schließlich raus? Hallo ?! Dabei war seine Frau noch diejenige, die über all seine Fehltritte Bescheid wusste und darüber stillschweigend hinweg gesehen hat und ihm nie Vorwürfe gemacht hat (was das für ein Bild auf die Frau wirft, sei damit hier mal auch nicht weiter diskutiert, denn dass das ebenso nicht in Ordnung ist ist ja mal klar.)
Seinem Bruder benimmt er sich nicht anders gegenüber. Einerseits kotzt es ihn an und zieht darüber her, wie einsiedlerisch und eigenbrödlerisch sein Bruder doch ist, eintauschet Nerd, der hochintelligent ist und bei CERN arbeitet, ein klares Klischee also. Doch zeigt der Bruder mal Initiative und hilft ihm, dann kotzt es ihn an und ärgert sich tierisch, dass der sich doch in den Mittelpunkt stellen würde um den ganzen Ruhm einzuheimsen... 
Hauptsache Hendrik steht im Mittelpunkt von allem, ist erfolgreich und darf alles machen, aber andere nicht... Ich könnte kotzen...

Ich glaub ich könnte noch lange so weiterschreiben...
Allein die Grundidee hielt einen dann doch an das Buch, weil man wissen wollte wie es ausgeht, ansonsten hätte ich das ganze wohl sicherlich irgendwann aufgrund des Hauptcharakters an die Wand geklatscht.
Wunderschönes Cpver, das metallisch glänzt und wirklich ansprechend ist, aber ansonsten fast schon grausiger Inhalt, bei dem die Geschichte durch die Personen verdorben wird. Schade, ich weiß der Autor kann eigentlich mehr...
Ich kann dieses Buch nur bedingt weiterempfehlen.


Danke an Blogg dein Buch für dieses Buch.
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