Dienstag, 2. August 2016

[REZENSION] Markus Heitz "Wédôra"

Die beiden Freunde Tomeija, eine Gesetzeshüterin, und Liothan, ein liebenswerter Halunke geraten plötzlich in eine andere Welt. Eigentlich wollte Liothan nur in das Haus eines Kaufmannes einbrechen, da entdeckte er seltsame Dinge und wurde von diesem überrascht. Im selben Moment kam Tomeija hinzu, ihrem Freund zu helfen uns zurecht zu weisen, im Namen des Gesetzes, doch der Kaufmann schien jemand anderes zu sein - ein Hexer, der sie kurzerhand in eine andere Welt beförderte...
Diese Welt heißt Wédôra - eine Landschaft aus Wüste und einer mächtigen Stadt. Die beiden bekommen es mit seltsamen Wüstenkriegern zu tun, gelangen mit Hilfe in die Stadt und müssen sich schnell behaupten... Doch durch das Schicksal getrennt versuchen sie schließlich jeder auf eigene Art wieder einen Weg zurück zu finden und ebenso den anderen wieder zu finden...



Markus Heitz
"Wédôra - Blut und Schatten"
Verlag: Knaur
Preis: 16,99€ (broschiert)
           14,99€ (eBook)
Erscheinungstermin: 01. August 2016

Markus Heitz ist mal wieder ein spannender und interessanter Fantasyroman gelungen, der in seiner eigenen und ganz neuen Welt lebt. Wir kennen Markus Heitz mit seinen Fantasy/Horrorromanen, die im hier und jetzt in Städten wie Leipzig und dergleichen spielen, aber auch seine Zwergen und Albae Romane in einer eigenen Fantasy Welt. Wédôra ist eine andere neu geschaffene Welt, am Anfang des Buches befindet sich eine detailliert gezeichnete Karte der Stadt.
Die Begriffe und Namen sind am Anfang vielleicht schwer und fremdartig, doch auch hier hat der Autor gleich eine Liste am Anfang beigefügt, die hilft sich zurecht zu finden und den überblick zu behalten. Wenn man auch nicht immer weis wie was ausgesprochen wird, so findet man sich doch schnell in der neuen Welt zurecht und gewöhnt sich schnell an Namen und die Personen, dass man nicht den überblick verliert.
In gewohnter Heitz-Manier haben wir hier dämonische und fantastische Elemente, die Handlungen sind wie gewohnt actionreich und teils auch blutig-brutal, ja so kennen wir es und darf auch in den fantasyromanen nicht fehlen. Es gibt Gestalten wie die Wüstenkrieger, die man sieht, aber auch Kreaturen die man nicht sieht und daher der Fantasy überlassen werden - Kopfkino pur und schürt die Spannung umso mehr. Welche Dämonen lauern da alles noch im Verborgenen?

Unsere beiden Protagonisten selber sind von Anfang an sympathisch. So unterschiedlich sie auch sind, schweißt sie eine enge Freundschaft zusammen - und das trotz dem einen oder anderem Geheimnis oder gar der unterschiedlichen Berufsstände.
Während Liothan zurück zu seiner Familie will und dabei sich weiter entwickelt und anfängt über sich hinaus zu wachsen, lernen wir Tomeija immer mehr als toughe Persönlichkeit kennen, die weiß sich in jeglicher Situation zu behaupten.

Wédôra ist ein in sich abgeschlossener Band, doch bietet Potential für mehr. Ob es weitere Bände geben wird, weiß ich nicht, doch vorstellbar ist es. Eine so detaillierte Welt und mystische Kreaturen, die noch nicht gezeigt wurden, oder ein unsichtbarer Herrscher wollen doch sicherlich nochentdeckt und weiter geführt werden. Ich würde mich sehr freuen noch mehr aus dieser Welt zu lesen. 

Ein neues Meisterwerk aus den Händen meines Lieblingsautors, das ich getrost weiter empfehlen kann. 


Danke an den Knaur Verlag für dieses wunderbare Rezensionsexemplar!

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