Mittwoch, 5. November 2014

[REZENSION] John Boyne "Das Haus der Geister"

Wer Geistergeschichten liebt, kann hier eintauchen in ein altes Herrenhaus und England im Jahre 1867.


John Boyne
"Das Haus der Geister"
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 06. Oktober 2014
Preis: € 16,99

Ein neues Buch aus der Feder des Autors "Der Junge im gestreiften Pyjama. Eine Geschichte in schöner Erzählweise, man fühlt sich tatsächlich in das alte englische Herrenhaus im Jahre 1867 zurückversetzt. 

Der Roman erzählt die Geschichte der jungen Eliza Caine, die nach dem Tod ihres Vaters zur Vollwaisin wird und ihren Lebensunterhalt nicht mehr nur als Lehrerin bestreiten kann, sondern auch eine neue Bleibe und Menschen um sich herum braucht. Als sie durch eine Zeitungsanzeige auf eine Stelle als Gouvernante aufmerksam wird und postwendend genommen wird, kommt es ihr zwar komisch vor, aber sie packt die Gelegenheit beim Schopfe. Noch nicht ganz angekommen gibt es seltsame Vorkommnisse. Und auch im Herrenhaus scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Bei ihrer Ankunft findet sie die beiden Kinder allein vor. Eltern gibt es nicht, die alte Gouvernante hat fluchtartig das Haus verlassen.
Schon bald merkt Eliza, dass sie doch nicht so allein sind, wie man Glauben mag...

Alte Herrenhäuser bieten sich geradezu an für Geistergeschichten, das ganze noch in die Vergangenheit gesetzt und der klassische Gruselroman ist perfekt. 
Es ist nichts wirklich neues, schwer wenn es um Geistergeschichten geht, aber letztendlich ist es auch dies Ambiente, das man erwartet und auch haben möchte. John Boyne schafft es den Leser zu Fesseln. Die Schreibweise verzaubert, ist der alten Zeit angepasst, dass es Spass macht die Zeilen und altertümlich anmutende Sprache zu lesen. Nein nicht trocken, sondern authentisch, die Leute sprachen eben so. Es ist keine Geistergeschichte, die einen nachts nicht schlafen lässt, dafür ist sie dann doch eher sanfterer Natur. Birgt aber dennoch einen guten Unterhaltungswert, lässt das Buch in eins durchlesen und zumindest eine leichte Gänsehaut.

Halloween ist zwar vorbei, aber es ist die perfekte Lektüre für dunkle Herbstabende, für sanftere Gemüter, die auch danach noch ruhig schlafen wollen ohne von Geistern verfolgt zu werden.


Danke an den Piper-Verlag für dieses Rezensionsexemplar !


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