Donnerstag, 2. Oktober 2014

[REZENSION] Sarah Dunant "Der Palast der Borgia"

Wer hat nicht schon von der Geschichte der Familie Borgia gehört, gesehen oder gelesen ?! Hier kommt die Geschichte in einem neuen Gewand.


Sarah Dunant
"Der Palast der Borgia"
Verlag: Insel Taschenbuch
Preis: € 14,99
Erscheinungstermin: 15. September 2014

Die Geschichte der Borgia ist die Geschichte einer skandalösen Papstfamilie, die vor nichts zurückschreckten um an ihre Ziele zu gelangen.
1492 wurde Rodrigo Borgia zum Papst ernannt, er ging als Papst Alexander VI in die Geschichte ein.
Sein erstes Ziel war erreicht, nun hieß es den Status der Familie Borgia für alle Zeit in der Geschichte der Welt zu sichern. Seine zwölfjährige Tochter Lucretia wurde gewinnbringend verheiratet, der Ehemann irgendwann lästig und so mit List eine lukrativere Ehe geschlossen. Der jüngste Sohn José ebenfalls in eine Königsfamilie eingeheiratet, genau wie der Lieblingssohn Juan. Der älteste Sohn Cesare absolvierte eine Kirchenlaufbahn, bis er doch zum Krieger wurde.
Auf ihrem Weg gingen die Borgia über Leichen, schmiedeten Intrigen und gaben sich lasterhaftem Treiben hin. Der Papst hatte seine Mätresse, die Früchte in Form weiterer Kinder trug... Und auch innerjalb der Familie gibt es verbotene Liebe. Doch dieses Leben brachte auch Feinde hervor und so war auch das Leben der Borgia gefährdet.

Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten beruht. Mehrmals in Büchern niedergeschrieben oder verfilmt ist die komplette Geschichte nichts neues. 
Doch ist dieses Buch trotz seiner 640Seiten ein Lesevergnügen. Die Autorin hat sich sehr detailliert an historische Begebenheiten orientiert. Bei nicht genau wiederlegten Vermutungen das plausibelste angenommen.
Insgesamt wirkt die Geschichte stimmig. Ein dickes Buch aufgrund der umfangreichen Geschichte, das sich jedoch keineswegs in die Länge zieht. Kurz und knapp werden die einzelnen Stationen und Ereignisse abgehandelt und lassen dabei Raum für den Roman ohne zu sehr wie eine historische Abhandlung zu wirken. 
Doch hier liegt gleichzeitig auch der Nachteil. Es werden zwar die einzelnen Charaktere und ihr Leben aus ihrer Sicht behandelt, doch aufgrund des Umfangs der Ereignisse und der kurzen Abhandlung bei so vielen Charakteren bleibt eine tiefere Einsicht für den Leser unmöglich. Man kann sich nicht ganz in die Charaktere hineinversetzen.

Das angebliche Beziehungsverhältnis zwischen Cesare und Lucretia empfinde ich nicht ganz getroffen. Für mich wirkt es einseitig von Cesare und eine großeBruder  Schwärmerei von der kleinen Schwester. 

Dennoch ist die gesamte Geschichte noch nicht abschließend erzählt. Die Autorin lies sich den Rest für eine Fortsetzung offen. Wer die Geschichte kennt, der weiß da kommt noch einiges. Ich würde die Fortsetzung jederzeit lesen sobald diese erscheint. 

Eine historische Leseempfehlung !


Danke an das Vorablesen-Team und den Insel-Taschenbuch Verlag für dieses Rezensionsexemplar !

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