Sonntag, 19. Januar 2014

[REZENSION] Jonas Jonasson "Die Analphabetin, die rechnen konnte"

Eine weitere skurile und liebenswerte Geschichte aus der Feder des Autors "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand"



Jonas Jonasson
"Die Analphabetin, die rechnen konnte"
Preis : € 19,99
Verlag: carl's books
Erscheinungstermin: 15.November 2013
(Die Coverrechte liegen beim Verlag)




Nombeka wächst als Latrinenleererin in einem der ärmsten Gebiete Südafrikas auf. Schon als fünfjährige muss sie arbeiten, ihre Mutter stirbt durchs Klebstoff schnüffeln als sie zehn war, mit fünfzehn kehrt sie dem ganzen den Rücken zu um schließlich von einem Auto überfahren zu werden und schuldig gesprochen zu werden um als Dienstbotin bei einem Ingenieur zu landen. Doch da Nombeko nicht nur hervorragend rechnen kann, sondern auch begabter ist als man denken kann, wird sie schließlich in die Herstellung von Atombomben verwickelt und muss sich schließlich darum kümmern, was sie mit einer Atombombe, die es eigentlich gar nicht gibt, zurecht kommt und wie das anhängliche Teil auch später noch in Schweden, wo Nombeko ja selber nicht mal existiert, genau wie ihre Bekanntschaft mit Holger II, der ebenfalls nicht existiert im Gegensatz zu ´seinem Zwillingsbruder Holger I, wie sie das blöde Teil denn loswerden soll... denn das ist gar nicht so einfach, wenn es das alles gar nicht gibt und keiner von hoher Stelle überhaupt mit ihnen sprechen will, so dass man gezwungen ist einen Weg zu finden...

Wieder einmal ist es der liebenswerte und skurile Schreibstil und ebenso liebevolle und skurile Charaktere, die einem zum schmunzeln bringen und das Buch nicht aus der Hand legen lassen.
Irgendwie gefällt mir die Geschichte sogar noch mehr als die des Hundertjährigen.
Die gesamte Geschichte hat einen roten Faden, so unglaublich und verwegen das ganze auch aufgebaut ist, dass man seinen schwieren Spaß hat den Personen durch ihr aberwitziges Abenteuer und Verstrickungen und Wendungen zu folgen. Das ganze ist so unglaublich, dass es fast schon wieder wahr sein könnte.
Auch hier sind wieder einige politische und geschichtliche Aspekte auf amüsante Art und Weise eingebaut, die gleichzeitig eine Kritik ausüben und ebenso charmant rüberkommen, dass man dem Autor gar nicht böse sein kann ;) Positiv finde ich hier, dass nicht ganz so viel in der langen Vergangenheit spielt wie bei dem langen Leben eines Hundertjährigen, sondern auch auf "jüngere" Ereignisse der letzten Jahrzehnte eingegangen wird, die den Lesern eher vertraut sind, wenn man auch nicht alles mitbekommen hat was zum Beispiel Schweden betrifft.
Das ganze harmoniert hier wunderbar, ich freu mich schon riesig auf den nächsten Streich des Autors und habe mich köstlich bei der Lektüre amüsiert :)


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