Samstag, 14. Dezember 2013

[Blog-Adventskalendar-Türchen 15]

Hallo Ihr Lieben,

Heute ist es soweit, heute seit ihr im Blog-Adventskalendar bei mir gelandet. Ich hoffe euch hat unser kleiner Adventskalendar bisher gefallen, nun nähern wir uns schon in großen Schritten dem 24.Dezember...

Weihnachten rückt näher und was liegt da näher, als einmal die Entwicklung des Weihnachtsfestes genauer zu betrachten ?
Ich möchte euch als Mittelalterliebhaberin einladen, einen Blick in die Entstehung des Weihnachtsfestes im Mittelalter zu werden und euch einen Einblick in die mittelalterlichen Weihnachtsmärkte gebe.



Tatsächlich gab es das Weihnachtsfest schon in der Antike und wurde (belegt) 354 in Rom das erste Mal gefeiert, sowie einige Jahre später von Kaiser Theodorus 381 offiziell verkündet. 
Jedoch richtig dokumentiert wurde Weihnachten erst im 12.Jahrhundert. Das Wort leitet sich aus dem mittelhochdeutschen "ze wihen naht" ab, und bedeutet soviel wie " zur geweihten Nacht". In den Jahren und Jahrzehnten folgten die uns noch heute bekannten Traditionen ( was ich in Anbetracht derJahrhunderte  wirklich beeindruckend finde !) : So entstanden die ersten Weihnachtslieder, die zunächst nur vom Priester, später von der gesamten Gemeinde gesungen wurden, Weihnachtsmärkte, Festumzüge und seit dem 13.Jh das Krippenspiel. 
Kloster und Kirchen wurden schon im Mittelalter mit Tannengrün geschmückt. Das schmücken der Häuser mit Tannen und Mistelzweigen war schon seit germanischer Zeit vorhanden und besaßen eine große Symbolik (Fruchtbarkeit, Vertreibung der Geister,..) Den richtigen Weihnachtsbaum, wie wir ihm kennen hab es damals allerdings noch nicht, den ersten soll es 1419 in Freiburg gegeben haben, geschmückt mit Äpfeln, Lebkuchen und Nüssen, die an Neujahr gegessen werden dürften. So richtig hat sich die Tradition eines geschmückten Weihnachtsbaumes erst im 17./18.Jh durchgesetzt. Auch waren Kerzen noch extrem selten, denn Wachs war teuer und somit auch in wohlhabenden Häusern nur sparsam eingesetzt.





Die Weihnachtsmärkte erfreuten sich großer Beliebtheit. Bis heute hat sich die Vorbereitung aufs Weihnachtsfest den Weihnachtsmärkten erhalten. Doch es sind auch heute auch noch die mittelalterlichen Weihnachtsmärkte, die sich einer immer größeren Beliebtheit erfreuen. 
In vielen Städten gibt es mittlerweile auch einen kleinen mittelalterlichen Weihmachtsmarktteil (so zumBeispiel in Hannover, Lübeck oder Dresden) oder gar in riesengroßer Form in Telgte, den och mur empfehlen kann und jedes Jahr mit weitem Anreiseweg aufsuche.  Das ganze bildet eine besondere Kulisse.


Was macht diese Märkte so besonders ? Es ist die gemütliche Atmosphäre an Lagerfeuern, einem heißen Met in den Händen, die durch Fackeln oder Lampen abends und nachts beleuchteten Stände und die alten musikalischen Klänge der Dudelsäcke und Trommeln, die einem locken.
Ich freue mich immer wieder zu der Zeit meine Gewandung wieder einpacken zu können und auf diese wunderschönen Märkte zu ziehen... Sie haben etwas besonderes an sich und sind einfach in meinen Augen eine Spur besinnlicher ohne die Hektik des Weihnachtseinkaufsstresses des Alltags, fernab eintauchen in eine andere Zeit,... 




Schlendert selber über einen dieser Märkte und lasst es auf euch wirken, denn auch die sind Teil einer alten Tradition, also warum nicht diese Art der Tradition in ihrer (annähernden) Ursprungsform auch genießen ?

Ich würd mich freuen, wenn ich euch genauso dafür begeistern kann.
Teilt mir eure Eindrücke mit, welche mittelalterlichen Weihnachtsmärkte habt ihr schon besucht, welche sind besonders schön und lohnen einem Besuch ?

 


In diesem Sinne wünsch ich euch einen schönen 3.Advent !
Ich hoffe der kleine Einblick hat euch gefallen und würd mich freuen wenn einige neue Gesichter hier auch verweilen wollen und mir weiter folgen.

Liebe Grüsse,
Eure Cori






Kommentare:

  1. Hey!
    Danke für den wunderschönen Bericht! Ich war noch nie auf einem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, aber vielleicht versuchen wir im nächsten Jahr mal zu einem zu gehen. Dein Bericht macht Lust.
    LG
    Yvonne

    AntwortenLöschen
  2. Jaaaaa ich liebe mittelalterliche Märkte in jeder Hinsicht. Wunderbar. Und die Dudelsackspieler. Sexy :D

    Sehr schöner Bericht. Und dein Style is auch der Knaller. Gut schauste aus (Y)

    Lg Sasija aus der Tardis ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke ^^

      Oh wie schön, auf welchen Märkten bist du denn so anzutreffen ?

      Löschen
  3. Hey,
    dein Türchen gefällt mir echt gut. (Zum Glück hat das mit den Bildern noch geklappt). Gut gelungen ist dir die Überleitung von der Entstehung des WEihnachtsfestes zu den (Mitttelalter)Weihnachtsmärkten.

    Für das Mittelalter konnte ich mich bisher nicht begeistern, habe aber schon oft gehört, dass z.B. Städte wie Dresden schöne Weihanchtsmärkte haben. Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann mal, in die Stadt zu fahren :-).
    Stolz bin ich, dass Freiburg den ersten Weihnachtsbaum hatte. (Ja ich gebe ja zu, ich komme aus Freiburg :-).

    viele Grüße deine Emma

    AntwortenLöschen