Freitag, 27. Juli 2012

[ KLASSIKER ] Charlotte Bronte "Jane Eyre"

Einen Klassiker zu rezensieren das geht einfach nicht... etwas gelesenes und verschlungenes unbesprochen zu lassen aber auch nicht... daher habe ich mich für eine kleine Klassiker Buchbesprechung entschieden...
eigentlich liest man viel zu selten Klassiker. Auf Charlotte Bronte's "Jane Eyre" bin ich aufmerksam geworden durch die neueste Verfilmung, doch bevor ich mir den Film anschaue wollte ich mal das Buch lesen und mir dann ein Urteil über die Umsetzung bilden.

  Für den Kindle gibt es bei amazon sogar einige kostenlose Klassiker, darunter dann auch "Jane Eyre - Die Waise von Lowood"

Charlotte Bronte
"Jane Eyre - Die Waise von Lowood"

Ich habe das eigentlich gut 600 Seiten dicke Werk schnell verschlungen. Es hat mir sehr gefallen, die Sprache ist wunderbar, das leicht altdeutsche sehr gut zu verstehen, aber mehr begeistert hat mich der Schreibstil der Autorin (Immerhin ist das Buch schon fast gute 150 Jahre alt). Die alten Ansichten und Sprachweisen sind hier erhalten geblieben und runden die ganze Geschichte ab.

Doch worum geht es ? Es geht um Jane Eyre, als 10jähriges Mädchen wohnt sie bei ihrer Tante und ihren ´Cousins und Cousinen... ungeliebt und lediglich eine degradierte Dienstmagd. Sie wird nur von ihrer Tante "ausgehalten", weil diese Janes Onkel am Sterbebett versprach auf die kleine Jane, deren Eltern ebenfalls verstorben, aufzupassen und für sie zu sorgen. Als die Tante es nicht mehr aushält schickt sie Jane auf eine strenge Schule in Lowood, dort ist auch das Leben und Lernen hart und entbehrungsreich. sechs Jahre bleibt sie Schülerin und zwei Jahre eine gute Lehrerin auf Lowood, bis sie sich eine neue Stelle sucht und als Governante nach Thornfield Hall geht. Dort lehrt sie Mr. Rochesters Mündel und verliebt sich in ihren Herren... und auch er verliebt sich in sie, doch da gibt es ein großes Hindernis, das zwischen ihrer Liebe steht und Jane schließlich die Flucht ergreifen lässt, mittellos und dem Tode nah...

Wie gesagt will ich weniger einen Klassiker bewerten, sondern vielmehr die Ausgabe. Die Übersetzung mag ganz gut gelungen sein und sich auch noch in so manch altdeutscher Schriftweise wiederfinden ("Thür", "Schieblade" usw.), allerdings hab ich gegen Ende immer mehr das Gefühl gehabt, dass die Übertragung ein wenig "schlampig erfolgte... je mehr man zum Ende kommt, umso mehr häufen sich Schreibfehler, da werden mal "l", "k", "r" und dergleichen vertauscht und war es anfangs vereinzelt, so doch gegen Ende oft 1-2 mal pro Seite (gerade die letzten 10% auf dem Kindle waren besonders schlimm)... das stört den Lesefluss sehr und würde mich ärgern, wenn ich dafür bezahlt hätte. Da es sich hier aber um eine kostenlose Ausgabe handelt, seh ich einmal wohlwollend darüber hinweg und hoffe, dass es überarbeitet wird.


... ansonsten eine wunderbare Geschichte, die ich trotz der Stärke in 2,5 Tagen verschlungen hab, bald folgt nun auch die DVD zum Vergleich dazu.
und mein Beschluss steht fest, man sollte wirklich öfter mal Klassiker lesen !
Was meint ihr, würde euch das nicht auch reizen ?

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