Dienstag, 1. Mai 2012

[ REZENSION ] Christian Damerow "All Eye Cats"

Ich bin noch immer total verwirrt und weiß ehrlich gesagt nicht genau was ich zu diesem Buch schreiben soll...

Christian Damerow
"All Eye Cats"

Verlag:  Aavaa-Verlag
Preis :   € 11,95

Erscheinungsdatum : 29.Februar 2012


Die Handlung des Buches fällt mir schwer wiederzugeben. Das Buch ist in 10 Kapitel, einzelne Nächte unterteilt, in denen verschiedene Episoden des Lebens aus einer anderen Sichtweise erzählt werden. Und irgendwie überschneiden sich die Handlungen, Personen und Begegnungen in den einzelnen Kapiteln. Ein Geflecht wie im wirklichen Leben, Leute die man zufällig trifft, Handlungen die man tut oder erlebt...
Die Grundidee ist wirklich faszinierend und spannend, weshalb ich das Buch mir gekauft habe, als ich vor einigen Tagen zufällig darauf stieß. Doch das verwirrende war daran, dass ich beim lesen immer wieder auf den Sinn wartete... worauf läuft die ganze Geschichte hinaus, fragte ich mich immer wieder. Ich las weiter, denn ich wollte es wissen. Doch am Ende fühlte ich mich enttäuscht, ich seh den Sinn dahinter, die Aussage immer noch nicht wirklich... vllt kann sie mir ja jemand nennen, der das Buch kennt,...
Die ganzen Geschichten sind ein Geflecht aus verschiedenen Handlungen, vernetzt mit Träumen, Feuer und Drogen... ja vllt ist das ganze Buch wie ein Drogenrausch... verwirrend...

Das Cover ist schlicht und schön gestaltet, es gefällt mir gut. Aber dem Verlag selber geb ich einen Minuspunkt für die Aufmachung des Buches. Nach einmal lesen sieht das Buch schon etwas zerlesen aus. Der Coverdeckel biegt sich hoch, die dünne Schutzfolie gnibbelt sich ein wenig an den Rändern ab, die Seiten sind auch irgendwie wellig... und die Oberfläche sowieso anfällig für Kratzer, so dass es zwar eingeschweißt in Folie bei mir ankam, aber schon da Lagerkratzerspuren auf dem Cover an sich hatte... schade... sehr schade... für den Preis würde man sich mehr erhoffen,...

Doch das möchte ich nicht dem Buch selber anlasten. Die Idee an sich ist wirklich spannend, nur hat sie sich leider mir nicht wirklich eröffnen können, was ich schade finde. Ich kann mich daher auch nicht so genau entschließen, wie ich dieses Buch bewerten soll.
Durch den verwirrenden Erzählstil, aber dennoch gute Schreibweise des Autors, haben sich die knapp 200 Seiten länger hingezogen, als ich sonst lesen würde... aber nichtsdestotrotz ne gute Idee, nur für mich nicht befriedigend umgesetzt.

Ich entschließe mich für 3 Punkte... aufgrund der guten Idee und der Ausbaufähigkeit bzw gute Chancen wir einen jungen Autor. Nichtsdestotrotz würde ich ein weiteres Buch von ihm lesen wollen.

Kommentare:

  1. Hmm ... klingt nicht so berauschend. Aber ist das jetzt aus Sicht von Katzen geschrieben oder aber sind es Geschichten von Menschen bei Nacht???

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    1. Nein, keine Katzen... jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Menschen...

      Dass einzig "katzenartige" ist eine Droge, die gegen Ende vorkommt und "Cat" heißt...

      aber wie gesagt so ganz schlau bin ich leider nicht aus dem ganzen geworden :-( sehr schade

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  2. Hallo Cori,

    Ich wollte mich nochmal für die klare und direkte Rezension bedanken.:) Ich bin der Autor des Buches und habe mich sehr darüber gefreut. Es tut mir Leid, wenn nicht alles klar geworden ist. Ein paar Leute sagten mir, dass das Buch durchschaubarer wurde, nach erneutem Lesen (das ist jetzt kein billiger Versuch zu erneutem Lesen zu bewegen;)).

    Es wäre zu umfassend die Evolution des Ganzen wiederzugeben. Ich hatte erst die Idee einen zusammenhängenden Roman zu schreiben, doch ich hielt an der Idee zusammenhängender Kurzgeschichten fest und wußte, dass ich es dem Leser dadurch nicht leicht mache.
    Tatsächlich war es wie ein Labyrinth, in welchem ich selbst fast überrascht war Zusammenhänge aufleuchten zu sehen.

    Auch der Titel mochte irreführen. "All Eye Cats" war ein Wortspiel auf "Alley Cats", also Streuner und heimatlose Straßenkatzen. Da alle Figuren heimatlos und´verschlossen waren. Allerdings habe ich auch ein Kurzgeschichtenbuch mit Erzählungen aus Sicht von Katzen in der Schublade liegen (bisher jedoch unveröffentlicht).;)

    Ich glaube, was ich allen sage ist: die Grundhandlung des Buches dreht sich um die alkohlabhängige Sibylle und sie selbst alles daran setzt, sich selbst zu zerstören. Da es um Träume geht und die Nacht (als Tageszeit, als auch als Seelenzustand) der Ausgangspunkt der Geschichten war, wollte ich die Erzählungen so anlegen, dass sie zum Ende hin immer mehr in eine Traumrealität abgleiten, eben wie du so super und treffend beschrieben hast wie, wie bei einem Drogenrausch. In der letzten Story schließlich, nachdem die Handlung um Sibylle abgeschlossen sind, gibt es eine Geschichte, die bisher jeden Leser verwirrt hat und quasi der Traum des Buches ist, in welchem alle (oder fast alle) Personen nocheinmal auftreten, in anderen Rollen oder gar anderem Geschlecht. Ich spielte mit dem Gedanken die Erzählung herauszunehmen, was glaube ich zu weniger Verwirrung geführt hätte, aber ich habe sie drin gelassen, weil ich persönlich gerne vor Geschichten sitze und einfach nur denke: "Hä?", ohne zu sagen, alles war schlecht, weil ich nicht alles verstanden habe. :)

    Falls ich bei Fragen zu den einzelnen Handlungen weiterhelfen kann, stehe ich gerne zur Verfügung.:)

    Vielen Dank nochmal und liebe Grüße,
    Christian.

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    1. Wow danke dir, dass du dich zu meiner Rezension meldest. Und danke für Lob und deine Meinung zu der Rezension.
      Jetzt versteh ichs tatsächlich ein wenig besser (und freu mich, dass ich tatsächlich nicht so falsch gelegen habe). Vielleicht sollte ich wirklich unter den Gesichtspunkten das ganze nochmal lesen, wenn es dann klarer wird. Da stimm ich auch zu, dass es hauptsächlich am Ende lag, wie du bereits sagtest, dass ich dann nochmal verwirrt war, wo ich eigentlich auf eine Auflösung gewartet habe.
      Aber : mach weiter so, mir gefällt der Schreibstil und solche etwas anderes Ideen. Vllt kann ich ja bald mal wieder was von dir lesen - und wenns sogar dann irgendwann die Katzen sind, die sich noch in der Schublade verstecken und veröffentlicht werden wollen.
      Weiterhin gutes Gelingen und viel Schreibinspiration. Hab mich sehr gefreut ein Feedback zu bekommen.

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