Dienstag, 17. April 2012

[ REZENSION ] Caitlin Moran "How to be a woman - Wie ich lernte eine Frau zu sein"

Wie ist es, wenn man als Teenager anfängt eine Frau zu werden ?Was für Vorbilder sucht man sich ? Wie wird man zur Feministin ?
Und... Wie ticken Feministinnen ?

Caitlin Moran schreibt einen weiteren Frauenroman, einen Teil ihrer Biographie über das Thema Feminismus... Ich würde mich nie als Feministin bezeichnen... laut Caitlin Moran steckt eine Feministin in jeder Frau, und auch in einigen Männern... es ist eine unterhaltsame, aber nicht herausragende Lektüre für zwischendurch.


Caitlin Moran
"How to be a woman - Wie ich lernte eine Frau zu sein"

Verlag:  Ullstein
Preis : € 16,99

Veröffentlichungsdatum : 16.April 2012



"How to be a woman" ist eine Art Autobiographie von Caitlin Moran.
Wir erfahren hier in einzelnen Kapiteln ihren Weg zur Frau, vom 13jährigen pummeligen, gehänselten einsamen Teenager zur selbstbewußten Redakteurin und Frau... und Feministin.

Das Buch ist in verschiedene Lebensabschnitte unterteilt vom ersten mal die Tage bekommen, Schambehaarung, wachsender Busen... Hochzeit, Kinder bekommen,... etc.
Die Art mancher Überschriften "Ich bekomme einen Busch" oder "Wie soll ich meinen Busen nennen" sind recht reißerisch lustig aufgemacht und machen dann doch mal neugierig was sich dahinter eigenlich verbirgt.


Teils amüsant geschrieben, teils aber auch sehr direkt und mit Kodderschnauze a la Charlotte Roach erzählt Caitlin von ihren Erfahrungen, Eindrücken und Erlebnissen.
Ob ich da lesen muss, wie der Hund blutige Damenbinden zerfetzt und überall verteilt, beim Blut Gebärmutterschleimhaut mit rauskommt oder seitenweise die vorlieben von Pornos und der hingebungsvollen Liebe zur Selbstbefriedung... sei mal dahingestellt. Andererseits hab ich nichts gegen die direkte Art der Autorin. Eine Passagen sind tatsächlich mit lustigen Vergleichen versehen, so dass ich mir diese doch auch mal markiert habe.


Es gibt dann doch einige lustige Passagen darüber wieviele verschiedene Namen man seiner Vagina oder Busen geben kann...

Das waren dann aber auch die besten Stellen des Buches... ansonsten reihen sich viele Ansichten... feministische Ansichten und Erläuterungen aneinander.
Manchmal doch sehr langatmig... aber vllt hilfts ja eine Feministin mal wirklich zu verstehen ?

Das Cover ist passend gestaltet... Die Boxhandschuhe kann man nicht nur angesichts des Weges sehen, die die Autorin hinter sich hat, sich im Leben durchzuboxen, sondern auch als Feministin durchzuboxen... wer weiß...
doch ähm ja... das grell pinke Innenleben hätte man sich sparen können... das war mir dann doch zuviel... aber man sieht die Autorin in Action im inneren, was dann schonwieder lustig wirkt. Es schreit halt nach Aufmerksamkeit...



Fazit :
Ein Buch, dass zwar amüsant ist, aber nichts herausragendes. Selber hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gekauft, wenn ich das nicht bei Vorablesen gewonnen hätte. Ich bereue es aber auch nicht das Buch gelesen zu haben, weil es teilweise wirklich amüsant war und ich es auch rasch durchgelesen habe. Das spricht dann ja auch wieder für das Buch. Aber wirklich überzeugen konnte es mich nicht. Feministinnen dadurch besser verstehen ? Glaub ich nicht... Ja eigentlich nur eine Lektüre für nebenbei oder für richtige Feministinnen, Leute die vllt auf den Schreibstil von Charlotte Roach stehen oder so, ansonsten sind mir einige Passagen zu langatmig und ja feministisch... ja ich weiß das war das Grundthema, aber lustig verpackt.
Das Buch soll ja in England ein Hit gewesen sein - ich bezweifle noch, dass es auch hier ankommen wird. Vllt ist die Frau da ne ganz andere Nummer oder ich kenn mich in den Kreisen zu wenig - oder besser gar nicht - aus. Wiederum sind Passagen über ihr Leben als Musikredakteurin und Begegnungen mit einigen Stars (vor allem Lady Gaga) auch wieder recht interessant.

Es konnte mich zwar nicht ganz überzeugen, aber ich würde es gerne im guten Mittelbereich einordnen.





1 Kommentar:

  1. Oh je, oh je ... jedenfalls NIX für mich. DEFINITIV! Hihihi.

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