Samstag, 11. Februar 2012

[ REZENSION ] Susanne Mischke "Röslein stach"

"Röslein stach" von Susanne Mischke ist ein weiterer Roman der Arena-Thriller für Jugendliche. Das Cover und die Aufmachung ist ansprechend und stimmig gestaltet. So ist das Buch von einem gelben Polizeiabsperrband "Crime Scene - Do Not Cross Line" umspannt.  Zweifelsfrei ein Hingucker fürs Regal.
Allerdings ist die ganze Geschichte eher seicht gehalten.


Susanne Mischke
"Röslein stach"

Verlag :  Arena
ISBN : 978-3401066790
Preis:  € 12,99

Erscheinungsdatum:  Januar 2012




Die 16jährige Antonia will endlich von Zuhause ausziehen. Der neue Mann ihrer Mutter macht ihr das Leben schwer und da sie sonst eh immer lange zur Schule fahren müsste, jetzt wo sie aufs Gymnasium kommt, kommt ihr das Angebot ihrer Freundin Kathie genau richtig. Die hat eine Ausbildung begonnen und wohnt zusammen mit zwei Jungs in einer WG in einer alten Villa - und es ist noch ein Zimmer frei und das auch noch unglaublich günstig ! Antonia übelegt nicht lange und zieht kurzerhand vom Dorf nach Hannover, ein Traum wird wahr. Sie versteht sich gut mit ihren neuen Mitbewohnern und hat vorallem ein Auge auf Robert geworfen. Dort erfährt sie auch, dass es ein weiteres Zimmer unterm Dach gibt, das leer ist und weshalb die Miete so günstig ist: Vor zwanzig Jahren lebte hier ebenfalls eine WG junger STudenten drin und eines der Mädchen wurde ermordet !
Und wie das Schicksal es so will ist der Mörder inzwischen entlassen worden. Schon  bald geschehen unheimlich Vorfälle, Kathie wird nachts verfolgt, eine nette alte Dame erkennt den Gärtner wieder und stirb jedoch ohne es sagen zu können und weitere verschwundene Mädchen scheinen mit dem Fall zu tun zu haben, bis auch eine Freundin Roberts verschwindet...

Die Geschichte mag vorallem eher für jugendliche Thrillerleser geeignet sein, in meinen Augen kam viel zu wenig Spannung auf. Das 370 Seiten starke Buch bekam erst auf den letzten 60 Seiten etwas mehr Spannung. Davor waren einige Handlungsstränge eher langatmig und viel zu viele verschiedene Themen mit behandelt. Häusliche Gewalt, Tierschutzorganisation und die GEschichte eines Mörders unter einem Hut zu bringen war mir persönlich zuviel des Guten. Auch gab es einige Stellen die einfach durchschaubar und vorhersehbar sind.
Nach 200 Seiten hatte ich überlegt das Buch abzubrechen, ihm aber noch eine Chance gegeben und dann doch bis zum Ende durchgelesen, denn erst da kamen die eigentlich spannenden Handlungen auf, konnten aber auch nicht viel vom Buch retten.
Es gibt auch einige Passagen, wo ich die Handlung der Personen einfach nicht nachvollziehen kann. Wie bitte kann man so mal eben als Jugendlicher ohne groß darüber nachzudenken eine Leiche verschwinden lassen ??? Damit waren dann noch einige andere Ungereimtheiten verbunden.
Vielleicht bin ich aber auch als der Altersschiene einfach heraus, auch wenn ich gerne wie bei "Saeculum" zu Jugendthrillern greife, aber dieser hier hat mich leider nicht packen können. So vielversprechend die Story auf dem Klappentext und die Aufmachung doch klang.
Schön war allerdings mal ein Buch in einer vertrauten Umgebung wie Hannover lesen zu können.

Der Schreibstil ist einfach und recht kurz angebunden. An einigen Stellen hätte ich  mir mehr Ausschmückung als bloße Sätze gewünscht. Auch die Verwendung von neuen Medien wie Facebook und dem "gefällt mir" Klicken etc. find ich ein wenig zu stark in den Vordergrund geraten, auch wenn sie nur an einigen STellen vorkommen, allerdings in meinen Augen schon recht nervig und zeigt eindeutig die Art das ganze modern erscheinen zu lassen.
Fazit :
Ein eigentlich gut gelungener Jugendthriller für Leser dieser Altersstufe. Ältere Leser werden wahrscheinlich sich weniger von der Story fesseln lassen können. Ansonsten ist die Idee hinter dem Roman gut und auch altersentprechend gut umgesetzt... man hätte aber auch noch mehr draus machen können.

Leider nur 3 von 5 Punkten von mir


Ich habe noch einen Arena-Thriller ("Totentänze") auf meinem SuB, ich bin mal gespannt, ob der mich ein wenig mehr mitreißen kann... oder ob ich  nur des Wortspiels wegen angezogen wurde...

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