Montag, 6. Februar 2012

[ REZENSION ] Megan Frazer "Von Wahrheit, Schönheit und Ziegenkäse"

Anfangs griff ich nach dem Buch, weil mich das Cover ansprach (ich lieeeebe Ziegen). Der Klappentext klang auch vielversprechend und schnell war das Buch dann mitgenommen. Und hat mich dann sogar noch ein Stückchen überrascht, kein bißchen Klischeehaft und tiefgründiger als erwartet


Megan Frazer
"Von Wahrheit, Schönheit und Ziegenkäse"

Verlag : Carlsen
ISBN : 978-3-551-58240-9
Preis : € 14,00

Erscheinungsdatum : Januar 2012




Die Geschichte handelt von Dara Cohen, sie fühlt sich einerseits glücklich, andererseits leidet sie unter ihrem Übergewicht. Als in der Schule auch noch ein Autobiographisches Projekt erstellt werden soll und dank ihrer Mitschüler der Vorschlag fällt sie sollte doch über ihre Teilnahme an der Wahl zur Miss Maine - die sie gewohnen hatte - berichten, fühlt sie sich ganz elend. Ja sie hatte gewonnen, aber damal war sie 11 Jahre alt und klein und schlank... inzwischen hat sie etliche Kilos zugenommen.
Dara verfasst ihr Projekt stößt damit aber auf allen Seiten auf Mißverständnis, die Leute um sie herum sehen darin einen Teenager der Hilfe braucht - nicht dass sie auf die Ansicht der Gesellschaft übergewichtigen Menschen gegenüber aufmerksam machen will... Sie wird erstmals von der Schule genommen und soll eine Therapie machen...
Das ist die Zeit in der sie zu ihrer Schwester auf eine Ziegenfarm flüchtet. EIne Schwester die damals von zuhause ausgezogen ist, ihre Eltern sprechen nie über Rachel und auch sonst wurde Dara nie ihre Existenz verraten, bis Dara die Geburtsurkunde fand... Dara flüchtet zu ihrer Schwester und lässt ihr anderes Leben ersteinmal hinter sich, denn niemand versteht sie dort...
Auf der Farm lernt sie nicht nur zu arbeiten und Käse herzustellen sondern findet auch neue Freunde und lernt ihre Schwester besser kennen und nebenbei noch so einige Geheimnisse und Ansichten mehr... wird sie hier Verständnis finden ? Und auch ihr Autobiographieprojekt muss sie ja nochmal machen...

Die Geschichte ist kein üblicher Klischeeroman von einem dicken Mädchen das plötzlich nach einigen Problemen auf eine heile Welt stößt. Man wird mit diversen Sichtweisen der GEsellschaft konfrontiert, sei es hinsichtlich des Übergewichts oder der Homosexualität. Nicht nur in der gesellschaft allgemein, sondern auch den Schwierigkeiten in der Familie.
Dabei verzichtet die Autorin aber auf jegliche einfache Erzählstränge und lässt Dara Sück für Stück mehr erkunden und der Leser denkt mit ihr mit.
Am Ende ist nicht alles plötzlich fröhlich, heiter sonnenschein, sondern durchaus stimmig wie die realität eben ist, es kann nicht alles von Zauberhadn gut werden.
Eine zarte Liebesgeschichte spielt zwar auch ne Rolle, aber sie ist nicht dominant und eher in den Hintergrund gedrückt, es ist nicht gerade so als ob plötzlich die Jungs auf Dara stehen und über ihr Übergewicht hinwegsehen, sondern,.... ja seht lieber selbst.

Ein vollkommen in sich stimmiger und schon ein wenig zum nachdenken anregender Roman. Die Erzählweise ist einfach und gut zu lesen. Die Geschichte mag vllt zumindest für kurze Zeit im Gedächnis bleiben. Man hätte aber vllt auch noch ein kleines bißchen mehr draus machen können.

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