Donnerstag, 19. Januar 2012

[ REZENSION ] Tabitha Suzuma "forbidden"

Uff... was soll man nach dem Lesen des Buches dazu sagen ? Die Gedanken kreisen, wollen in Worte gefasst werden. Die Geschichte von Maya und Lochan hat mich mitgerissen, von der ersten bis zur letzten Seite... und am Ende ? Am Ende bleibt ein Beigeschmack. Ich muss sich sammeln, muss nachdenken, konnte nicht gleich meine Worte niederschreiben, sondern das ganze erst einmal sacken lassen.


Tabitha Suzuma
"forbidden"

Verlag :  Oetinger
ISBN : 978-3-7891-4744-9
Preis   € 17,95





Doch von Anfang an... Das Cover des Buches ist schonmal wunderschön (hab ich schonmal erwähnt, dass ich ein Coverkäufer bin ?)... es spiegelt die mit dem Dornenherz den Inhalt wieder. Die schwierige Liebe zwischen Maya und Lochan. Maya und Lochan sind die beiden ältesten Kinder in der Familie, müssen sich seitdem ihr Vater vor 5 Jahren die Familie für eine neue Familie verlassen hat und die Mutter lieber auf Partys geht und Alkoholprobleme hat, allein Tag für Tag um die drei kleineren Geschwister kümmern. Lochan hat selber genug Probleme, er ist extrem schüchtern und traut sich nicht mit und vor anderen Leuten in der Schule oder sonstwo zu sprechen. Die Mutter vernachlässigt ihre Kinder immer mehr, lebt ihr Leben, wie sie es immer haben wollte, mit ihrem neuen Freund, ohne die Kinder, die sie eigentlich nie haben wollte. Die ganze Verwantwortung lastet auf Maya und Lochan, die immer füreinander da sind, schon immer mehr als Geschwister, nämlich beste Freunde waren.

Maya und Lochan sind Geschwister und doch verlieben sie sich ineinander. Die Autorin hat es gewagt ein Tabuthema anzusprechen und in einem Buch zu verkörpern. Mutig ! Nachdenklich! Einfühlsam... nicht vorwurfsvoll oder pervers, seltsam anmutend, ja teilweise schon, aber ehrlich gesagt, teilweise wirkt das alles auch ganz normal. Der Leser fühlt von Seite zu Seite mit den beiden Protagonisten. Die Kapitel sind abwechselnd aus Mayas und Lochans Sicht geschrieben, man bekommt also Einblick in beider Gefühlswelten... und irgendwie glaubt man sie zu verstehen... wie der Untertitel schon sagt Wie kann sich etwas so Falsches so richtig anfühlen ?" Wahrscheinlich, weil man sieht, wie sehr sie sich gemeinsam um ihre kleineren Geschwister kümmern, quasi zum gemeinsamen Elternersatz werden... auch wenn man es sich selber nicht vorstellen kann, so schreibt die Autorin so sensibel, so gefühlsnah die Ängste und die Gedanken der beiden, dass man selber anfängt zu verstehen.

Das Ende ist dann doch überraschend und heftig, mit einigem rechnet man von Anfang an, aber das Ende hätte ich dann doch nicht erwartet...

Das Buch ist für Jugendliche von 12-15 Jahren empfohlen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Altersbeschränkung richtig ist. Vielleicht sind das auch die Überlegungen ansichts des Tabuthemas, aber ich glaub man ist mit 12 oder 13 vielleicht noch nicht ganz reif genug für so ein Thema. 14-16 Jahre, je nachdem wie reif der jeweilige Jugendliche Leser bereits ist, halte ich aber auf jeden Fall für angemessen. Nichts destotrotz aber auch durchaus ein Roman auch für Erwachsene.

Ein fesselnder und ergreifender Roman um ein Tabuthema, das zu Herzen rührt und einen noch lange danach nicht loslassen wird. Sehr empfehlenswert sich auch mal daran heranzutrauen.

                                                 Eindeutig GOLD ! 6 von 5 Punkten !!!

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