Donnerstag, 19. Januar 2012

[ REZENSION ] Seth Grahame-Smith "Abraham Lincoln - Vampirjäger"

Unglaublich was hierdrin zu Tage kommt !
Wir erfahren endlich die WAHRE Geschichte des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Die schon lange vermuteten und lange Zeit verschollenen Tagebücher von Abraham Lincoln (12.02.1809-15.04.1865) wurden von dem Autor zu einer packenden Biographie niedergeschrieben.

Seth Grahame-Smith
"Abraham Lincoln - Vampirjäger"

Verlag : Heyne
ISBN :  978-3453528321
Preis : € 9,99



Abraham Lincolns Geschichte von einen mittelosen Farmerjungen, der sich durchs Leben schlägt bis hin in die Politik und einem unglaublichen Aufstieg als Präsident, kann nicht erstaunlicher und spannender niedergeschrieben sein. Und wer hätte gedacht, dass sich hier noch so einige Geheimnisse verbergen, die uns die Tagebücher offenbaren.
Schon in jungen Jahren verliert Abe (wie er auch heute noch in vielen Aufzeichnungen liebevoll genannt wird) seine Mutter, doch was keiner weiß, ist dass sie nicht an einer schweren krankheit starb, wie Abes Vater verkündete, sondern dass ein vampir für ihren Tod verantworltlich war, indem er sie krank machte und zum sterben verurteilte. Abe sollte noch viele solche Fälle in seinem jungen Leben erfahren, innerhalb der eigenen Familie, ehe sein vater ihm gesteht, wer dafür verantwortlich war. Von nun an kennt Abe nur noch ein Ziel : jeden verdammten Vampir zu vernichten !
Sein ganzen Leben wird er der Vampirjagd widmen und so manche polotische Handlung scheint sich auch dahinter zu verbergen, verborgen vor der Menschheit.

Der Roman ist eine Mischung aus Biographie, gepaart mit unglaublichen fiktiven ELementen, aber so geschickt ineinander verbunden, dass es fürchterlich glaubwürdig erscheint.
Der Roman besteht aus Lincolns Biographie (wir lernen am Anfang sogar den Autor kennen, wie er an die Tagebücher kam und sich in schlaflosen tagen und Nächten daran machte sie zu lesen und die Geschichte niederzuschreiben. Aber es finden sich auch immer wieder viele Stellen mit Abes Tagebucheinträgen und viele Fußnoten zu Erläuterung, dass es einem wirklich vorkommt als lese man eine tatsächliche wissenschaftliche oder biographische Abhandlung.
Ungemein geschickt recherchiert und beschrieben, ein weiterer Pluspunkt erhalten die Bilder, Zeichnungen und Fotos aus Abraham Lincolns Leben, die die Aufzeichnungen des Tagebuchs lebendig werden lassen.

Ein kleiner Minuspunkt mag sein, dass sehr viele Personen vorkommen, die man sich gar nicht alle merken kann und die irgendwann zu Veriwrrungen führen können, wer war das nochmal ? Aber vielleicht liegt es auch daran, dass man hierzulande weniger mit der Geschichte Amerikas oder der Lebensgeschichte von Abraham Lincoln vertraut ist.

Auch zart beseitete Leser seien gewarnt, dass es stellenweise doch recht blutig werden kann, wenn das Blut fließt, Eingeweide und Gehirnmasse spritzen, wenn die campire zuschlagen oder von Abe oder treuen Gefährten gejagt werden.

Ein kleines Highlight soviel sei mal angedeutet ist auch die weitere Aufmachung des Verlages, wenn man am Ende des Buches schaut und die Romananpreisungen und Vorschauen sich ansieht... ich hab mich wirklich amüsiert und sag nur sehr gut gelungen... mehr verrate ich nicht, seht einfach selbst ;-)

"Abraham Lincoln - Vampirjäger" ist definitiv ein hervorragender Roman, der aus der Masse der derzeitigen Vampirgeschichten deutlich heraussticht und vielleicht deswegen auch unterzugehen droht. Es wäre schade drum, denn diese Geschichte ist durchaus lesenswert und weiterzuempfehlen.

Und am Ende bleibt noch gesagt : schaut euch in Zukunft die Menschen genau an, ob sie nicht hinter ihrer Sonnenbrille ihre schwarzen Augen verbergen ;-)

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