Donnerstag, 19. Januar 2012

[ REZENSION ] Jay Asher "Tote Mädchen lügen nicht"



Jay Asher
"Tote Mädchen lügen nicht"

Verlag : cbt
ISBN :  978-3570307342
Preis :  € 9,99


Clay bekommt eines Tages nach der Schule ein Paket zugeschickt, in dem 7 Kassetten liegen, unbeschriften und bis 13 durchnummeriert. Wer hat ihm diese Kassetten geschickt und wieso ? Er sucht sich einen alten Kassettenrekorder und spielt die erste Kassette ab... und bekommt einen Schreck !
Aus dem Lautsprecher erklingt die Stimme von Hannah. Dem Mädchen, dass sich einige Wochen zuvor umgebracht hatte. Wieso hat sie diese Kassetten aufgenommen ? Und warum hat er sie bekommen ?
Auf dem ŽKassetten erzählt Hannah, dass sie sich umbringen wird und das dies bereits geschehen sein wird, wenn man diese Kassetten zu hören bekommt. Sie erzählt wieso sie sich umbringen wird und das alle, die daran schuld tragen dies zu hören bekommen werden.
... und Clay ist einer davon ! ... die Kassetten werden von einem "Schuldigen" zum anderen weitergegeben.
Clay ist wie erstarrt und gebannt, was hat er mit dem Tod von Hannah zu tun ?

Der Leser fiebert mit Clay durch die Kassetten, wartet darauf wann endlich sein Teil kommt, gebannt wer alles schuldig ist, was sie getan haben und wie sich Hannah fühlte, warum sie sich umgebracht hat.
Clay verfolgt die Spuren, hört die Kassetten an den Orten, die Hannah beschreibt, rennt verstört durch die Nacht von Ort zu Ort...
was bleibt sind die Gedanken an ein Mädchen, das sich umgebracht hat.

Ein sehr spannendes Buch, nicht nur für Jugendliche, da es als Jugendbuch rausgegeben wurde. Eigentlich hätte es auch als "normaler" Roman veröffentlicht werden können.
Man fiebert mit Clay mit, kann das Buch kaum aus der Hand legen, man muss einfach wissen, was Hannah dazu trieb sich umzubringen. Und am Ende, wenn man es weiß, bleibt ein fader Beigeschmack, man fühlt mich, fragt sich sogar, ob man persönlich dann auch zuviel gehabt hätte, dass man über Selbstmord nachdenken würde. Wie man dazu kommt...

Das Buch ist auch sehr schön aufgebaut. Man findet die "Play", "Stop" und "Pause"-Tasten in den Kapiteln wieder, so dass man weiß, wann Clay eine Pause macht, seine eigenen Gedanken dazwischen und wann er weiter hört usw.

Der Titel hatte mich schon aufnmerksam gemacht, das Cover ist schlicht, aber wirkungsvoll... alles im Ganzen ein Buch, dass man weiterempfehlen kann. Für Jugendliche, Erwachsene und sicherlich auch gut für den Schulunterricht geeignet.

Packend, ergreifend... denn tote Mädchen lügen nicht, wieso sollten sie auch ?
                                                                   5 von 5 Punkten

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