Dienstag, 24. Januar 2012

[ REZENSION ] Brenna Yovanoff "Schweigt still die Nacht"

"Schweigt still die Nacht" ist düster und schön zugleich.



Brenna Yovanoff
"Schweigt still die Nacht"

Verlag : Script 5
ISBN : 978-3839001271
Preis : 17,95

Erscheinungsdatum :  10. Januar 2011




Schon das Cover macht einen aufmersam : düster und bedrohlich spiegelt es wunderbar die Atmosphäre in der Geschichte wieder. Doch warum hängen über der Wiege Messer, Schere usw. ?
Die Stadt Gentry ist ein seltsamer Ort. Fremde werden hier nicht gerne gesehen und wenn ja misstrauisch beäugt. Jeder der anders ist, steht unter Beobachtung, man darf sich kein Fehler erlauben... sonst ist man vermutlich tot. Genau wie ein Mann aus dem Ort vor einigen Jahren, er war anders gewesen, seltsam und wurde von den Menschen im Dorf zu Tode verfolgt...
Diese Geschichte ist Mackie nur zu gut bewußt. Er selber ist anders als alle anderen und kämpft damit es nie auffallen zu lassen. Einfach nur wie ein normaler Teenager leben. Doch das ist n icht leicht, wenn man auf Blut mit heftiger Überlkeit reagiert, den Raum verlassen muss oder metallische Gegenstände einen quälen und den Tod bedeuten können...
Genau wie Mackie birgt die ganze Stadt Gentry ein Geheimnis. Ein Geheimnis das ständig passiert, aber nie jemand darüber spricht. Alle sieben Jahre wird ein Kind aus der Wiege gestohlen. Ersetzt durch ein "Monster", dass dem Kind ähnelt aber auch nicht ist wie die Menschen. In der Regel sterben diese "kinder" nur wenige Tage später... Auch Mackie war einst eins dieser "Kinder", doch er hat überlebt.
Und nun ist es wieder passiert. Diesmal wurde die kleine Schwester von Tate entführt... während die Stadt alles totschweigt und die falsche kleine Schwester begraben hat, ahnt Tate, dass das was dort begraben war nicht ihre Schwester war. Sie wendet sich an Mackie, den sie glaubt zu wissen, dass er ihre Gedanken verstehen kann...
Doch Mackie verweigert es zuzugeben, dass er sie versteht. Er darf nicht verraten was er ist... doch gleichzeitig würde er Tate gerne helfen, da er sie sehr mag. Doch gleichzeitig geht es nun auch ihm immer schlechter und droht zu sterben... und dann gibt es da die Wesen von der anderen Seite.
Die Autorin schafft eine wunderbare unheimliche Atmosphäre in diesem Roman.
Die ganze Geschichte durchzieht ein düsteres Band. Verzweiflung, Hass, Ungeliebtsein, Verstecken... doch auf der andere Seite auch genau das Gegenteil, Verständnis, Liebe und Geborgenheit. Das düstere bekommt gleichzeitig eine schöne liebevolle Seite, dass man hin und hergerissen ist, ob die Personen nun gut oder schlecht sind. Verkörpern sie doch sonst das, was man als Mensch abstoßend und beängstigend findet.
Eine wunderbare und einzigartige Mischung in diesem Roman.
Mackie der Haupzprotagonist wächst über sich hinaus, wird stärker und muss am Ende erkennen, was seine Einstellungen sind und waren, wie er sich verändert oder gar dass er immer nicht gesehen hat, was ihn eigentlich ausmacht und wie sein Leben ist.
Eine gelungene Geschichte, die das Interesse an weiteren Büchern von der Autorin geweckt hat.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen