Donnerstag, 19. Januar 2012

[ REZENSION ] Angela S.Choi "Hello Kitty muss sterben"

Nachdem ich schon mehrmals in der Buchhandlung daran vorbei gegangen bin und mich schon allein der Titel angesprochen hat - ich bin wirklich kein Hello Kitty Fan !! - musste ich mir das Buch endgültig mal zulegen... und wurde nicht enttäuscht.



Angela s. Choi
"Hello Kitty muss sterben"

Verlag :     Luchterhand
ISBN :      978-3-630-87339-8
Preis :        € 14,99




In einem rotzig, frechem Schreibstil schreibt die Autorin die Geschichte von Fiona Yu, erfolgreiche Anwältin, 28, Single, noch bei den Eltern wohnend... und vorallem Chinesin.

Fiona, von allen nur Fi genannt, hasst die chinesischen Traditionen und liebt die Freiheiten, die sie in Amerika leben kann. Sie will unabhängig sein, während ihr Vater versucht ihr ständig Dates zu verschaffen und sie endlich zu verheiraten.

Die ersten Kaptel lesen sich wie "Feuchtgebiete". Fi versucht sich aus Rebellion gegen die chinesischen Traditionen mit einem Dildo (Vorteil: man kann ihn keinfrei abkochen, die Jungs hätten das nicht zugelassen. Chinesen lieben es alles keinfrei abzukochen) selbst zu entjungfern. Das gewünschte Blut bleibt aus, das sie den Eltern höhnisch unter die Nase reiben wollte. Also folgt der nächste Schritt: eine Hymenwiederherstellung, oder in Fis Fall eine Herstellung eines Jungfernhäutchens, da sie keins besitzt.

Fi landet im Wartezimmer von Dr. Sean Killroy, der sich schließlich als ihren alten Freund aus der Kindheit herausstellt. Unter anderem Namen, nach seinem Aufenthalt im Jugendknast, aber noch immer ganz der Alte.

Was folgt ist dann weniger "Feuchtgebiete", sondern Mord und Totschlag.

Fi steht dem ganzen eher zynisch, ironisch gegenüber, jeder muss einmal sterben und manche haben es nicht besser verdient. Aber es ist auch erschreckend, wie sie den Tod und die Morde auf die leichte Schulter nimmt. immerhin ist sie Anwältin... Nichts destotrotz wird das ganze noch immer mit einem gewissen Witz erzählt.

Den Männern steht sie nicht anders gegenüber ("Keine Macht dem Penis"), für die sie sich kein bißchen interessiert.Sie will lieber ungebunden bleiben und keine dieser üblichen chinesischen Hausfrauen und Hellos Kittys werden ... stumm, ohne Augenbrauen um keine Emotionen zu zeigen, keine Krallen um sich aufzulehnen,... einfach immer nur süß und lieb aussehen.. das ist die verhasste HELLO KITTY !

Ich hab schon lange kein mehr so böses Buch gelesen, etwas anderes und mit einer vorliebe für schwarzen Humor auf jeden Fall sehr lesenswert.

                                                                     5 von 5 Punkten

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