Montag, 8. Januar 2018

[REZENSION] Claire North "Das Spielhaus"

Im Rahmen einer Leserunde der Lesejury habe ich das Manuskript zu 
Claire North "Das Spielhaus" zugeschickt bekommen.
Das Buch ist mittlerweile im Bastei Lübbe Verlag erschienen und in den Buchhandlungen und Online erhältlich.

Hier ist meine abschließende Rezension dazu:



Claire North
"Das Spielhaus"
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 21.Dezember 2017
Preis: 9,00 € (Taschenbuch)

Die Geschichte in "Das Spielhaus" ist in drei Novellen unterteilt, die nicht nur verschiedene Hauptcharaktere haben, sondern auch in verschiedenen Zeitebenen spielt. In der ersten Novelle haben wir Thene, die im alten Venedig 1610, in dem sie zu einem Spiel der Karten antritt. In der zweiten Novelle haben wir Remy, der Anfang des 20. Jahrhunderts ein anderes Spiel spielt und dabei selber auf der Flucht ist. Und in der dritten Novelle in der Gegenwart oder nahen Zukunft, geht es um das Schachspiel, mit hohem Ziel und Einsatz...
Das Spielhaus lässt nur besondere Spieler in die engeren Kreise zu, die diese Spiele spielen dürfen... doch was das Spielhaus ist und was das Ziel ist, das muss der Leser durch die Augen und taten der Charaktere erfahren,...

Der Schreibstil ist einerseits faszinierend, teilweise aber auch etwas gewöhnungsbedürftig. In der ersten Novelle ist er genauso altertümlich, wie die Zeit in der es spielt. In der zweiten Novelle Anfang des 20. Jahrhunderts dementsprechend angepasst Hand verständlicher. 
Wir haben hier überwiegend einen "wir" erzählen. Der Erzähler nimmt uns an die Hand, der Leser steht mit ihm direkt als Beobachter im Geschehen und erzählt uns was wir sehen. Das hat mir wirklich gefallen.

An sich waren die Geschichten auch sehr spannend und haben mir gut gefallen. Ein wenig bräuchte man durch den schreibstil, gerade in der ersten Novelle, sich in die Geschichte rein zu finden. Gerade so manche Sätze und Formulierungen Klängen doch sehr faszinierend, die einen fesselten. Dadurch wurde aber auch der Eindruck erzeugt, dass es ein wenig langatmig werden könnte, glücklicherweise nahm die Spannung im Laufe der Novelle weiter zu.
Bei den anderen Novellen, bei der das sprachliche Problem nicht ganz war, war allerdings für mich die Spannung auch nicht im vollen Zuge vorhanden, wie sie hätte sein können und ich mir aufgrund der Thematik erhofft hatte. Es sind letztendlich doch einzelne kürzere Novellen, die nicht zu sehr ins Detail gehen.

Die Thematik war aber sehr interessant und man fiebert quasi der Auflösung entgegen, was das ominöse Spielhaus eigentlich ist.
Es gibt faszinierende Charaktere, die man ebenfalls ergründen will. Allerdings auch in meinen Augen welche, die zwar auf den Seiten der guten stehen, sich aber ebenso der Methoden annehmen, was ich schon ein wenig scheinheilig empfinde... schade, aber so sind die Menschen aber auch nun einmal. Oder gäbe es keine andere Möglichkeit zum Ziel ?! 

Ein interessanter Ansatz einer Geschichte, die mich in gleichen Massen fasziniert hat, wie mich zum nachdenken anregt. Ich denke da sind no h einige Botschaften und versteckte bekannte gestalten vorhanden. Leider hat sie auch ein paar Schwächen in der Spannung und im Aufbau, so dass sie mich nicht vollends zufrieden stellen konnte. Allerdings freue ich mich schon auf weitere Werke der Autorin.


Danke an die Lesejury und Bastei Lübbe für dieses Rezensionsexemplar. 

Freitag, 24. November 2017

[REZENSION] Vi Keeland "Bossman"


Vi Keeland
"Bossman"
Preis: 12,00 € (broschiert)
             9,99 € (e-Book)
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 20. November 2017

Als Reese eines Abends bei einem fürchterlichen Date von einem unmöglichen Typen blöd angesprochen wird und dieser ihr auch noch zur Hilfe kommt, rettet er ihr unverhofft den langweiligen Abend. Reese merkt, dass dieser Typ vielleicht doch nicht so furchtbar ist und hofft ihm wieder irgendwann zu begegnen. Als dies tatsächlich passiert, hilft er ihr abermals in dem er ihr einen Job verschafft – in seiner Firma… Beide fühlen sich zueinander hingezogen. Während es Chase aber egal wäre, mit einer seiner Mitarbeiterinnen etwas anzufangen, ist Reese durch schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit vorsichtig geworden… Dennoch lässt Chase nicht locker und setzt alles daran Reese für sich zu gewinnen.

 

Im ersten Moment mag das Buch wie jede andere Office-Romance oder New Adult Roman klingen. Dennoch hat er mich mehr als positiv überrascht.

Zunächst einmal haben wir einen komplett anderen Ausgangspunkt, der den Verlauf der Geschichte schon einmal anders gestaltet, als die üblichen. (Keine Sorge damit spoiler ich keinesfalls). Hier ist es nicht so, dass die junge Frau plötzlich feststellt, dass der Typ mit dem sie einen Abend zuvor etwas angefangen hatte sich plötzlich „oh Schreck“ als ihr Boss entpuppt. Nein hier sind diese Randbedingungen von vornherein klar. Beiden ist nicht nur ihre Anziehung bewusst, sondern auch die Gefahr, wenn sie bei ihm anfängt zu arbeiten, was daraus werden würde für ihren Job, das Ansehen und gegenüber den Mitarbeitern. Damit wird die Geschichte nicht künstlich dramatisiert.

 

Des Weiteren entwickelt sich die Liebesgeschichte realistisch langsam und vorsichtig. Nachvollziehbar und entsprechend der arbeitstechnischen Umstände abwägend und aber auch weil jeder sein eigenes Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen hat, das sie beeinflusst. Der Schwerpunkt liegt aber nicht zu sehr darauf, so dass keine künstlichen Dramen aufgrund der Vergangenheit geschaffen werden, wie in vielen anderen Romanen dieser Art.

 

Was mir aber auch besonders an dem Roman gefällt, ist der Schreibstil der Autorin. Der Roman sprüht nur vor Witz und Charme, den sie in den Worten aber auch in die Charaktere einfließen lässt. Ich musste so manches Mal schmunzeln, und wer hätte sich da nicht auch in Chase verliebt ?

Beide Charaktere waren sympathisch, glaubwürdig und zu keinem Moment anstrengend oder künstlich dramatisch oder naiv. Eine starke Frau, die weiß was sie will und ein ebenso starker Mann, der als CEO eine Firma leitet, aber nicht dem üblichen New Adult dominanten Romanklischee entspricht – endlich mal etwas anderes.

 

Da es einen weiteren Teil aus dieser Reihe geben wird (allerdings erst Mitte nächsten Jahres), werde ich schon jetzt sehnsüchtig darauf warten. Ich werde mir definitiv mehr Romane dieser Autorin anschauen.

 

Absolute Empfehlung von mir !


Danke an den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 8. November 2017

[REZENSION] Kendare Blake "Der schwarze Thron 2 - Die Königin"

Kendare Blake

"Der schwarze Thron 2- Die Königin"

Preis: 14,99 € (broschiert)

            9,99 € (e-Book)

Verlag: penhaligon

Erscheinungstermin: 25. September 2017 


Der zweite Teil der „Der schwarze Thron“-Reihe von Kendare Blake übertrifft den ersten Teil bei weitem!


Ich mochte die Geschichte schon im ersten Teil sehr. Drei Drillingsschwestern, die geboren werden um gegeneinander auf Leben und Tod anzutreten, da nur eine von Ihnen Königin werden kann. Die eine ist Elementwandlerin, die andere Giftmischerin und die dritte eine Naturbegabte. Doch schon am Ende des ersten Teils stellte sich dabei etwas unglaubliches heraus… Und auch andere Komponenten und Entwicklungen versprachen eine großartige Entwicklung der Geschichte.


Ich hatte mir gewünscht, dass das Tempo was gegen Ende des ersten Teils aufkam, nachdem wir anfangs in die Welt eingeführt wurden, beibehalten wird, und ich wurde keinesfalls enttäuscht. Die Handlungen kommen jetzt Schlag auf Schlag, die Protagonistinnen und der Leser hat kaum die Chance zur Ruhe zu kommen. WOW! genau das habe ich mir erhofft.


Die unerwarteten Entwicklungen und was alles dahinter steckt , haben mich nicht enttäuscht. Auch wurden noch ein paar mehr Hintergründe des Königreichs mehr vertieft und erklärt, sowie in die Handlung eingewoben. Wirklich gelungen und das was ich mir gewünscht hatte.


Nur eins verwirrt mich. Das Ende ist abgeschlossen, hat aber auch etwas offenes an sich. Meiner Meinung nach ist dies nur eine Dilogie. Aber vielleicht weiß hier noch jemand was anderes. Wenn es eine weitere Fortsetzung geben sollte, würde ich mich sehr freuen (auch wenn es ein wenig Schade dann um die beiden zusammengesetzten Buchrücken im Regal ist, die wirklich eine Wucht sind).


Wer noch nicht ganz überzeugt vom ersten Teil war, sollte definitiv weiter lesen. Wer den ersten Teil schon mochte, der wird von diesem Teil sicherlich auch begeistert sein.


Absolute Leseempfehlung !



Danke an den penhaligon-Verlag für dieses Rezensionsexemplar 


[REZENSION] Lance Rubin "Tot war ich gestern"

Lance Rubin

"Tot war ich gestern"

Preis: 16,99 € (broschiert)

           14,99 € (e-Book)

Verlag: Ivi-Verlag

Erscheinungstermin: 02. Mai 2017


Nach 2 Jahren haben wir mit „Tot war ich gestern“ die Fortsetzung zu „Bin mal kurz tot“. Ich persönlich hatte weder eine Fortsetzung auf dem Schirm, noch hätte ich damit gerechnet, dass es eine gibt. Das Ende von Teil 1 war zwar in sich abgeschlossen, aber dennoch ein Stück offen, dass es noch weiter gehen könnte.


Wer Teil 1 noch nicht gelesen hat, bitte an dieser Stelle nicht weiterlesen, denn die Kritik an Teil 2 ist nicht spoilerfrei für den ersten Teil zu erklären.


Ich bin mir noch ein wenig unsicher, ob die Geschichte eine Fortsetzung gebraucht hätte. Einerseits haben wir die Situation unseres Hauptprotagonisten dass er am Ende des ersten Teils unerwarteter Weise noch am Leben ist, wobei doch jeder seine feste Zeit des Todes kennt. Genau das Ganze hat ja den ersten Teil ausgemacht. Andererseits kam am Ende des ersten Teils eine neue Situation hinzu, er trifft auf seine Mutter und wird gejagt. Dieser Handlungsstrang ist auch der, der nun im zweiten Teil aufgenommen wird. Mit dem gewohnten Sarkasmus und Witz, sowie einer spannenden Handlung wird es auch keineswegs langweilig. Es gibt neue Geheimnisse und Verschwörungen zu lüften und noch einiges zu erklären.


Also eine nette Fortsetzung für Freunde des ersten Teils, auch wenn es mich persönlich nicht hundertprozentig zufriedenstellen konnte. Vielleicht lag auch nur eine zu lange Zeit zwischen dem Erscheinen der beiden Teile. Zwei Jahre ist eine lange Zeit, auch wenn man wieder schnell in die Geschichte reingefunden hatte. Glücklicherweise ist diese nicht so komplex und schwierig, so dass man sich noch gut erinnern konnte.


Fazit: Eine Fortsetzung, die vielleicht nicht notwendig gewesen wäre, aber durchaus schön für zwischendurch und zum weiter amüsieren einer wirklich aberwitziges Geschichte ist. Für große Fans des ersten Teils definitiv ein muss.


Danke an den Ivi Verlag für dieses Rezensionsexemplar 


[REZENSION] Ann A. McDonald "Die Schule der Nacht"


Ann A. McDonald

"Die Schule der Nacht"

Preis: 19,99 € (gebunden)

           15,99 € (e-Book)

Verlag: penhaligon

Erscheinungstermin: 22. Mai 2017


„Die Schule der Nacht“ birgt Geheimnisse, die es zu entdecken gilt!


Seltsame Dinge geschehen an der Oxford University. Dinge, die mit ihrer Vergangenheit und die ihrer Mutter zu tun haben… Unsere junge Protagonistin macht sich auf um dem ganzen auf den Grund zu gehen…


Mehr mag ich wirklich nicht über die Geschichte verraten, da ich sonst Sorge habe einiges vorweg zu nehmen. Das ist ein typisches Buch über dessen Inhalt man gar nicht viel wissen braucht und man sich viel besser einfach nur in die Geschichte reinfallen lassen sollte.


Schon der Beginn der Geschichte ist spannend und fesselt einen sofort. Mysteriöse Dinge und eine Verfolgungsjagd – ja sogar um Leben und Tod wie es scheint. Dann macht das gesamte zeitlich einen Sprung und wir befinden uns noch einige Zeit vor diesem Geschehen und lernen wie alles seinen Anfang nahm und wie es dazu kommen konnte. Es geht um mysteriöse Geschehnisse, ein altes Familiengeheimnis und um Verschwörungen und Geheimbünde. – Immer eine gute und spannende Mischung. Dieser Cocktail ist auch hier sehr gelungen und man mag kaum aufhören, will nur wissen wie es weitergeht. Am Anfang kurzzeitig etwas langsam, doch danach mit umso mehr Tempo. Dranbleiben lohnt sich definitiv.


Eine Empfehlung für alle Freund der Familiengeheimnisse und Geheimbundgeschichten – ihr werdet hieran eure Freude haben.



Danke an den Penhaligon-Verlag für dieses Rezensionsexemplar 

 

[REZENSION] Pierre Bordage "Die Sphären"

Pierre Bordage

"Die Sphären"

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

           8,99 € (e-Book)

Verlag: Heyne

Erscheinungstermin: 11. September 2017


„Die Sphären“ ist ein packender Sci-Fi-Thriller – nicht nur für Sci-Fi-Fans. Denn hier geht es nicht um Weltraumgeschichten, sondern um mysteriöse Kugeln, die plötzlich überall auf der Erde auftauschen, unzerstörbar sind – und die Kinder im Alter von 3-4 Jahren entführen.


Diese Idee allein hatte mich bereits fasziniert – und hat die Seiten beim Lesen nur so dahinfliegen lassen. Der Erzählstil ist zwar ruhig, aber dennoch unterschwellig stets spannend – bis es einen immer wieder Gänsehaut und auch Entsetzen hervorruft.


Die Geschichte spielt über den Lauf mehrerer Jahrzehnte, man erlebt das ganze aus den Augen der Charaktere, die selber mit der Anfangssituation lernen mussten umzu gehen, eigene Familien gründen, Angst um ihre Kinder haben und schließlich in die nächste Generation übergehen – und die ganze Zeit kommen mehr Kugeln, verschwinden mehr Kinder, wachsen die Kugeln und lassen sich nicht zerstören. Eine permanente Bedrohung obwohl so ruhig, dass man eine Gänsehaut bekommt.


Traurig aber war, kann man sich in unserer Gesellschaft aber auch gut vorstellen, dass alles wirklich so kommen könnte. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Kugeln gibfeln schließlich in für den Leser pures Entsetzen, dass einen fassungslos macht – aber man sich traurigerweise wirklich vorstellen kann. Verluste in Kauf nehmen um der Welt zu helfen ?! – Das lässt einen noch lange nicht los und noch lange grübeln.


Ein grandioser Sci-Fi-Thriller den ich nur empfehlen kann. Unbedingt lesen und fesseln lassen!


Danke an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar 

[REZENSION] Jennifer Estep "Hot Mama"

Jennifer Estep

"Hot Mama" - Bigtime 2

Preis: 13,00 € (Taschenbuch)

Verlag: Piper

Erscheinungstermin: 02. Oktober 2017



Mit „Hot Mama“ haben wir hiermit den zweiten Band der Superhelden-Reihe aus Bigtime vorliegen. Der zweite Band baut nur bedingt auf dem ersten auf. Die Geschehnisse werden als passiert aufgegriffen, wir haben hier jedoch eine andere Protagonistin und Abenteuer, das erzählt wird. Im Grunde könnte man also durchaus unabhängig voneinander in die einzelnen Bände einsteigen.


Auch der zweite Band sprüht wieder vor viel Witz und Charme.


Superhelden und Schurken, die die Städte bevölkern und sich epische Schlachten liefern – oder einfach auf der täglichen Straße aufeinandertreffen. Die Menschen sind sie gewohnt. Gebäude werden regelmäßig zerstört, die Superhelden spenden für Wiederaufbau und verkaufen ihre Merchandiseartikel und zeigen sich den Fans in regelmäßigen Meet-and-Great. Eine wirklich gelungene Grundidee.


In diesem Band wird die Geschichte von Fiona erzählt, sie ist Fiera mit ihren Feuerkräften und Mitglied der Big Five. Wieder mit viel Bissigkeit und Witz eine sehr sympathische Figur. Sie hat nach dem Tod ihres Verlobten noch immer zu kämpfen, trifft aber auf Jonny Balucci,…


Jennifer Estep ist eine Autorin, die es schafft mich immer wieder mit ihren Büchern und Geschichten zu begeistern. Dabei hat sie verschiedene Reihen, sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenfantasybereich. Die Bigtime-Reihe ist deutlich mehr für Erwachsene angesiedelt. Wir haben Charaktere zwischen 25-35 Jahren und es beinhaltet auch erotischere Szenen und entsprechende Ausdrucksweisen.


Gerade diese Reihe mag ich wirklich sehr, weil sie anders ist und einen witzig und amüsiert zu unterhalten weiß. Ich weiß nicht wieviele Teile diese Reihe noch umfassen wird, der nächste deutsche Teil steht allerdings für nächstes Jahr bereits fest. Ich freue mich schon sehr darauf.


Eine absolute Empfehlung für die gesamte Reihe !



Danke an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar